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Die drei wichtigsten Fakten über den Poet und Bürgerrechtler

Byaayme

May 12, 2022

Google Doodle zum 92. Geburtstag von Mazisi Kunene.FOTO: SCREENSHOT GOOGLE
Google nutzt seine Startseite häufig, um einflussreiche oder wichtige Persönlichkeiten mit einem Doodle zu ehren. Wer die Suchmaschine heute öffnet, wird mit einer Grafik empfangen, die den südafrikanischen Dichter, Schriftsteller und Bürgerrechtler Mazisi Kunene würdigt. Bereits als kleiner Junge liebte er das Schreiben von Gedichten und Kurzgeschichten.

Schon im Alter von elf Jahren publizierte er erste Text in lokalen Zeitungen und Magazinen. Zeit seines Lebens setzte er sich für den Erhalt indigener poetischer Traditionen der Zulu ein.

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Heute wäre Kunenes 92. Geburtstag. Wir haben drei Fakten über den außergewöhnlichen Künstler und Aktivisten zusammengetragen.

Mazisi Kunene war ein Zulu
Kunene gehörte den Zulus an. Die Zulu sind, mit über elf Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern, die heute größte Ethnie Südafrikas. Die meisten von ihnen leben in der östlich gelegenen Provinz KwaZulu-Natal, in der auch Kunene aufwuchs. Die Sprache der Zulu ist isiZulu. Sie gehören zu den Bantu, ein Sammelbegriff für über 400 verschiedene Ethnien Zentral-, Ost- und Südafrikas.

Am 12. Mai 1930 wurde Kunene im südlichen Natal geboren. Dort wuchs er auf und studierte anschließend an der Universität von Natal die Literatur der Zulu. Bereits 1956 gewann er dabei den Schreibwettbewerb „Bantu Literary Competition“.

Nach Beginn der Apartheid ging Kunene ins Exil nach London, wo er 1959 begann, an der „School of Oriental and African Studies“ zu promovieren.

Mazisi Kunene arbeitete als Professor und Repräsentant für die Vereinten Nationen
Im Londoner Exil gründete er die dortige Anti-Apartheid-Bewegung und schrieb zahlreiche Gedichte, in denen er die südafrikanische Kultur, Religion und Geschichte im Kontext von Kolonialismus, Apartheid und Sklaverei untersuchte.

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1964, im Alter von nur 34 Jahren, wurde er Vertreter der Vereinten Nationen des „African National Congress“ für Europa und Afrika. Er war außerdem für Großbritannien und Westeuropa der Chefrepräsentant des „African National Congress“ (ANC). An der University of California in Los Angeles lehrte er, im Auftrag der UNESCO, als Professor für afrikanische Sprachen und Literatur.

Nach dem Ende der Apartheid in Südafrika kehrte er 1993 in sein Heimatland zurück. Dort arbeitete er als Professor an der Universität von Natal, später Universität von KwaZulu-Natal, an der er selbst Literatur studiert hatte.

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Mit seinen Gedichten kämpfte er gegen die Apartheid
Seine Gedichte, die er in seiner Muttersprache isiZulu schrieb, wurden mehrfach ausgezeichnet. So wurde er 1993 der erste UNESCO Poet Laureate – ein Titel, mit dem in Staaten des Commonwealth hervorragende Dichter ausgezeichnet werden. 2005 wurde er zum südafrikanischen Poet Laureate gekürt.

Inhaltlich macht er sich vor allem gegen die Apartheid in Südafrika stark.

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